Jugendfeuerwehr

Die Jugendfeuerwehr Breuberg/Hainstadt wurde bereits 1968 gegründet und zählt zu den älteren Jugendfeuerwehren des Odenwaldkreises. Man betreibt seit über vierzig Jahren aktive Jugendarbeit in der Hainstädter Feuerwehr. Daraus resultiert, dass ein großer Teil der heutigen Einsatzabteilung seinen Weg über die Jugendfeuerwehr in den aktiven Feuerwehrdienst fand. Ohne die Jugendfeuerwehr wäre Brandschutz, wie er heute in Breuberg betrieben wird, nicht möglich.
Dies gilt übrigens auch für die anderen Jugendfeuerwehren der Stadt Breuberg.


Aber natürlich wird in der Jugendfeuerwehr nicht nur gelernt, wie man ein guter Feuerwehrmann wird. Neben unseren Übungen machen wir eine Vielzahl von anderen Aktivitäten. Einmal im Jahr veranstalten wir zusammen mit allen anderen Jugendfeuerwehren aus dem Odenwaldkreis ein Zeltlager über drei bis vier Tage. Außerdem gibt es Spielenachmittage, an denen man sich mit anderen Jugendfeuerwehren in Geschicklichkeitsspielen messen kann, oder Seifenkistenrennen, bei denen es darum geht mit selbstgebauten Seifenkisten so schnell wie möglich einen Berg herunterzufahren.


Ihr seid zwischen 10 und 17 Jahren und habt Interesse an der Jugendfeuerwehr?

Dann schaut mal bei uns herein!

Unsere Jugendstunde ist Montags von 17:30 bis 19:30 Uhr und den aktuellen Dienstplan findet ihr hier!

Unsere Jugendfeuerwehr hat einen gewählten Jugendfeuerwehrausschuss der sich wie folgt zusammensetzt:
Jugendfeuerwehrwart, Rechner, Schriftführer, Jugendsprecher, Beisitzer und Kassenprüfer.


Unsere Betreuer

Tobias Hallstein

Jugendfeuerwehrwart

Maren Manschitz

Jugendgruppenleiterin

Timo Schadt

Jugendgruppenleiter

Stefan Schadt

Jugendgruppenleiter

Lukas Schadt

Jugendgruppenleiter

Maximilian Appel

Jugendgruppenleiter

Alexander Babylon

Jugendgruppenleiter


Chronik der Jugendfeuerwehr

1968
In Hainstadt beschloss man in diesem Jahr, nachdem die Brände am ehemaligen Schuttabladeplatz „Engerlingsgraben“ sich immer mehr häuften, einem eventuell auftretenden Engpass im Personalnachschub durch Bildung einer Jugendfeuerwehr vorzubeugen. Josef Krombholz übernahm das Amt des ersten Jugendfeuerwehrwartes, einer 14 Mann starken Jugendfeuerwehr. Laut des ersten Jahresbericht war sein Jugendgruppenleiter ein gewisser Georg Schäfer.

1969
Unsere, ach so junge, Jugendfeuerwehr nimmt an einem Kreiszeltlager im Ohrnbachtal bei Vielbrunn teil, der Vorläufer des späteren Kreisjugendfeuerwehrtages.

Personell brachte das Jahr 1969 keinerlei Veränderungen, es wurde mit 14 Mann tapfer weitergekämpft.

1970
Das Jahr 1970 belegte erstmals das hohe sportliche Niveau unserer Jugendfeuerwehr, bei dem, nach unseren Unterlagen, ersten Fußballhallenturnier wurde auf Anhieb ein zweiter Platz belegt. Erstmals wurden 2 Jugendfeuerwehrmänner in die aktive Wehr übernommen, durch 2 Neuzugänge konnte der Personalstand gehalten werden.

1971
Wilfried Beck übernahm das Amt des Jugendfeuerwehrwartes, und Ludwig Löw wurde neuer Jugendgruppenleiter. Es konnten wiederum zwei Kameraden in die aktive Wehr übernommen werden. Trotz einem Neuzugang, einem gewissen Volker Schnellbacher, der schon einige Jahre lang dem Stabführer das Leben schwer machte, sackte die Personalstärke auf 11 Kameraden ab.

1972
Das Jahr 1972 war in unserer Jugendfeuerwehr von Routinedienst geprägt, zu deutsch es passierte nichts erwähnenswertes. Fast nichts. Es wurden 5 Kameraden in die aktive Wehr übernommen, durch zehn Neuzugänge stieg die Personalstärke auf 16 Jugendfeuerwehrmänner.

1973
Wie schon das Jahr zuvor, ist auch dieses Jahr ohne nennenswerte Höhepunkte.

Durch 3 Austritte dezimierte sich unsere Jugendfeuerwehr auf nunmehr 13 Personen.

1974
Harald Weber wird neuer Jugendfeuerwehrwart, und hat im ersten Jahr seiner Amtszeit 12 Neuzugänge. Durch 3 Übernahmen und 6 Austritte hat die Jugendfeuerwehr am Jahresende eine Stärke von 16 Kameraden.

1975
Die Teilnahme am Hallenfußballturnier wird durch einen ersten Platz gekrönt, sportliche Höchstleistungen deuteten sich ja schon zur Gründungszeit an. Trotz eines Übertrittes in die aktive Wehr steigt die Mitgliederzahl durch zwei Neuzugänge auf 17 Jugendlichen.

1976
Der sportliche Höhenflug des vorangegangenen Jahres konnte nicht weitergeführt werden. Dafür wurde bei einigen Veranstaltungen anderer Jugendfeuerwehren feste vorne mitgemischt. Krönender Jahresabschluss war eine vom Jugendfeuerwehrwart durchgeführte Disco-Party. Durch 5 Neuzugänge und einen Austritt steigt die Mitgliederzahl auf 21 Jugendliche. 

1977
Unsere Jugendfeuerwehr beteiligt sich wieder mit einer größeren Delegation an der Frankreichfahrt der Kreisjugendfeuerwehr. Außerdem wurde in diesem Jahr zum ersten mal Altpapier gesammelt, ein Sammelergebnis ist nicht mehr festzustellen. Drei Neuzugänge gegenüber zwei Übertritten erhöhen die Mitgliederzahl auf 22 Jugendliche.

1978
Wider einmal konnte den anderen Jugendlichen aus dem Kreis gezeigt werden das nur Hainstädter Jugendfeuerwehrleute richtig Fußball spielen können. Ganz nebenbei und ohne viel Mehraufwand wurde erstmalig ein Kreisjugendfeuerwehrtag mit 426 Jugendlichen in Hainstadt durchgeführt. Durch acht Übertritte in die aktive Wehr und einen Austritt dezimiert sich die Mitgliederzahl auf 13 Jugendliche.

1979
Die Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehrtag ist inzwischen obligatorisch geworden. Durch 14 Neuzugänge gegenüber zwei Übernahmen in die aktive Wehr steigt die Mitgliederzahlt wieder auf erfreuliche 22 Jugendliche.

1980
Rolf Büchner wird Nachfolger von Harald Weber als Jugendfeuerwehrwart. Trotz zwei Neuzugängen bei einer Übernahme sinkt die Mitgliederzahl auf 18 Jugendliche. 

1981
In Hainstadt passiert Entscheidendes. Da man sich mit Kleinigkeiten hier nicht zufrieden gibt, kamen elf Mädchen gleichzeitig, unter dem kommissarischen Jugendfeuerwehrwart Knut Hallstein, in die Jugendfeuerwehr. Aufgrund von 13 Neuzugängen und 4 Übernahmen steigt die Mitgliederzahl auf 22 Jungen und Mädchen.

1982
Sofort bei der ersten Teilnahme an den Kreisausscheidungen der Bundeswettkämpfe belegte unsere Mädchengruppe einen überragenden ersten Platz. Auf Landesebene belegte die Mädchenmannschaft einen hervorragenden 10. Platz.

2 Austritten und einer Übernahme stehen 3 Neueintritte gegenüber, so dass die Bilanz ausgeglichen bleibt.

1983
In Hainstadt werden zum ersten mal Christbäume gesammelt. Die Mädchenmannschaft kann die letztjährige Leistung im Bundeswettkampf wiederholen. Der Kreisjugendfeuerwehrtag findet bei strahlendem Wetter, zum zweiten Mal, in Hainstadt statt. Trotz erfreulicher 9 Neuzugängen, bei 3 Übernahmen, darunter die ersten weiblichen Feuerwehrleute in Hainstadt, und 6 Austritten, bleibt die Gesamtzahl bei 22 Jugendlichen.

1984
Das Jahr 1984 ist laut Unterlagen wieder von allgemeiner Routine bestimmt. Etwas herausragend ist, das die bisherige Aufteilung in ein Jungen und Mädchenzelt bei Zeltlagern aufgegeben wird, was sich bisher noch nicht gerächt, aber mit Sicherheit bewährt hat. Leider scheiden in diesem Jahr, bis auf zwei, alle Mädchen aus der Jugendfeuerwehr aus. Daraufhin verringert sich der Personalstand bei 6 Neuzugängen und 4 Übernahmen auf nur noch 16 Jugendliche.

1985
Kerstin Eckert wird zur Mädchen- bzw. Frauensprecherin der Odenwälder Feuerwehrmädchen und –Frauen gewählt. Fünf Neuzugänge gegenüber einem Übertritt in die aktive Wehr lassen den Mitgliederstand wieder auf 18 Jugendliche steigen.

1986
Zum ersten Mal wird mit Kerstin Eckert eine Frau Jugendfeuerwehrwartin einer Odenwälder Jugendfeuerwehr. Ebenfalls zum ersten Mal wird der Umweltschutztag durchgeführt, wobei wir ein Waldstück kennen lernen, welches wir auch in den nächsten Jahren noch öfters säubern werden.

Drei Neuzugänge und ein Austritt ergeben zum Jahresende einen Mitgliederstand von 20 Jugendlichen.

1987
In diesem Jahr wird erstmalig eine Abschlussfahrt, nach Stuttgart zur Berufsfeuerwehr, durchgeführt.

Sieben Neuzugängen stehen 4 Austritte gegenüber, so dass die Mitgliederzahl auf 23 steigt.

1988
20 Jahre Jugendfeuerwehr Breuberg-Hainstadt werden, anlässlich des Kastanienfestes, gebührend gefeiert. In die Jahresabschlussfahrt wird eine Übernachtung integriert, was großen Anklang findet. Drei Jugendfeuerwehrkameraden gehen in die aktive Wehr über, aber trotz sechs Neuzugängen stagniert die Mitgliederzahl bei 23 Jugendlichen.

1989
Durch aufkeimende Heimatfluchtgedanken von Kerstin Eckert wird Rolf Büchner wieder Jugendfeuerwehrwart. Der Altpapierpreis sackt in diesem Jahr gewaltig in den Keller, obwohl das Sammelergebnis weiter am steigen ist.

Fünf Übergänge in die aktive Wehr, gleichen 7 Neuzugänge nicht ganz aus, so dass zum Jahresende 25 Jugendliche der Jugendfeuerwehr angehören. 

1990
In Hainstadt wird wieder ein Kreisjugendfeuerwehrtag durchgeführt. Die Teilnehmerzahl stieg gegenüber 1978 von 426 Jugendlichen auf stattliche 693 gemeldete Teilnehmer.

Die Personalbilanz unserer Jugendfeuerwehr ist bei 4 Neuzugängen und 3 Übertritten weiterhin positiv.

1991
In Breuberg wird erstmalig ein gemeinsames Zeltlager aller Breuberger Jugendfeuerwehren, auf dem Zeltplatz in Wald-Amorbach durchgeführt. Spielerisch ist es ein sehr erfolgreiches Jahr. Bei sieben Starts auf Wettspielen befreundeter Jugendfeuerwehren wird sechsmal der erste und einmal der zweite Platz belegt. Absoluter Höhepunkt ist die Übergabe der Jugendfeuerwehrräume.

Sieben Eintritte stehen drei Übernahmen und fünf Austritte gegenüber. 

1992
Torsten Ries wird neuer Jugendfeuerwehrwart, übergibt dieses Amt allerdings im Sommer, wegen treuer vaterländischer Pflichterfüllung, kommissarisch an Ralf Schadt. Der Stadtjugendfeuerwehrtag hat sich etabliert, und wird um eine Disco-Nacht erweitert.

Trotz sechs Neuzugängen bei zwei Übertritten verringert sich die Personalstärke auf 24 Mitglieder.

1993
Im März diesen Jahres wurde voraussichtlich zum letzten Mal Altpapier gesammelt, was die Haupteinnahmequelle versiegen lässt.

Ettliche Personen versammeln sich im Hainstädter Feuerwehrhaus, um mit einer akademischen Feier das 25-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr zu feiern.